Der Ausflug des größten Computerherstellers Hewlett Packard in die Welt der mobilen Betriebssysteme gleicht einem Finanzdesaster. Nicht nur, daß HP für den Kauf von Palm im Jahr 2010 rund 1,2 Milliarden US-Dollar ausgab, auch 2011 fielen laufende Kosten für den gesamten Bereich rund um WebOS an. Doch wie hoch, darüber gaben nun die jüngsten Zahlen Aufschluß, wie derStandard berichtet.
Zunächst muß festgestellt werden, daß HP im abgelaufenen Quartal einen Gewinneinbruch hinnehmen muß. Gründe dafür gibt es viele. Doch neben der Flutkatastrophe in Thailand und einer nachlassenden Nachfrage nach Computern schlägt vor allem der HPs Ausflug in die WebOS Welt gehörig zu Buche. Gemessen an den Kosten aus 2011 war der Kauf von Palm fast noch günstig. So richtig auf die Ertragsschiene konnte die WebOS Sparte jedoch auch nicht kommen, da nach dem Produktstart im Sommer dann im Spätsommer der Ramschverkauf startete.
Insgesamt beziffern sich die Kosten für den WebOS Bereich gemäß den Quartalszahlen auf 3,3 Milliarden US-Dollar. Die Kosten für den Kauf von Palm in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar sind hier nicht mit eingerechnet, da diese auf das Jahr 2010 fielen. Die Kosten beziehen sich auf “die Abkühlung im HP WebOS-Geschäft, Abschreibungen auf Firmenwerte und erworbene immaterielle Vermögenswerte, Abschreibungen auf erworbene immaterielle Vermögensgegenstände, Restrukturierungskosten und akquisitionsbedingte Aufwendungen”.
Wie genau es mit WebOS weitergehen soll, läßt HP weiterhin offen. Zuletzt wurde berichtet, daß HP nach wie vor über die Zukunft von WebOS nachdenkt. Das Resultet will HP mitteilen, sobald intern ein gemeinsamer Nenner gefunden werden konnte.
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