In den USA ist nun das beendet, was vor knapp vier Jahren begann: Die Bindung an einen Mobilfunkanbieter bei Kauf eines iPhones auf dem heimischen Markt. Apple verkauft nun auch in den USA das iPhone 4 ohne Vertrag und ohne Netlock. Im Apple Store kann das Smartphone in der Farbe schwarz oder weiß gekauft werden. Dabei kostet das 16 Gigabyte Modell 649 US-Dollar und das 32 Gigabyte Modell 749 Dollar, wohlgemerkt ohne Netlock und somit frei für alle Netze.
Auf der Produktseite des iPhones heißt es: “Wenn Du keinen langfristigen Servicevertrag willst oder auf Reisen einen lokalen Anbieter bevorzugst, ist das entsperrte iPhone 4 die beste Wahl. Es kommt ohne SIM-Karte, sodaß Du eine aktivierte Micro-SIM-Karte eines beliebigen GSM-Netzanbieters benötigst.” Klingt auf den ersten Blick richtig gut, in der Praxis bringt es jedoch weniger Mehrwert als auf dem deutschen Mobilfunkmarkt.
In den USA unterhält nebst AT&T nur T-Mobile noch ein GSM Netz. Die Anbieter Verizon und Sprint unterhalten andere Übertragungstechniken (CMA2000), sodaß das freie iPhone entweder im Netz von AT&T oder von T-Mobile betrieben werden kann. Verizon bietet vom iPhone eh offiziell eine CMA Version an, sodaß nur Sprint Kunden kein iPhone von ihrem Anbieter erhalten.
Außerhalb der USA ist das iPhone Monopol längst gefallen. Zuletzt fiel letztes Jahr im Oktober das deutsche iPhone Monopol, als o2 und Vodafone ebenfalls das iPhone ins Sortiment aufnahmen und nebst o2 auch Apple selbst das iPhone ohne Vertrag und ohne Netlock verkauft. Ob sich das iPhone vom US Markt als Urlaubsschnäppchen eignet, darf bezweifelt werden. Rechnerisch klingt es zwar mit 448 und 517 Euro gut, allerdings kommt bei Einfuhr in die EU noch 19 Prozent Umsatzsteuer auf die Ware und bei Versand aus den USA ggf. noch Versandkosten.
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