Die Entwickler der Ubuntu Linux-Distribution versammeln sich im Rahmen der “Ubuntu Desktop Summits” – Veranstaltung, um über die weitere Zukunft des Projekts zu bestimmen. Mit einer Keynote eröffnete der Gründer von Ubuntu, Mark Shuttleworth, den UDS am Montag im Budapest, Ungarn. In seiner Eröffnungsrede geizte Shuttleworth nicht mit Lob für die Gemeinschaft hinter Ubuntu, wie OMG!Ubuntu berichtet. Durch die Arbeit der Community war es nur möglich, daß Natty (Ubuntu 11.04) schließlich so gut wurde.
Weiter zeigte sich der Gründer davon überzeugt, daß man mit der Einführung von Unity in Ubuntu neue Standards für Design im Open Source – Bereich gesetzt habe. Durch einen ausführlichen Designprozeß, der immer wieder optimiert wurde, habe man konsequent das erreicht, was sonst bislang noch niemand vollziehen konnte. Mit dem Resultat sei man sehr zufrieden, wenn auch gleich man wisse, daß es noch an der einen oder anderen Stelle Verbesserungspotential gibt. Auch weiß man bei Ubuntu, daß die neue Unity Oberfläche nicht überall auf ungeteilte Begeisterung stößt. Von daher sei alle Kritik am bisherigen Stand der Dinge auch in Ordnung. Allerdings, so Shuttleworth weiter, daß die klar kommunizierten Vorstellungen Ubuntu als Ganzes stärker machen werden.
Ubuntu mit ehrgeiziger Zielsetzung
Das Ubuntu Projekt erhielt von dem Südafrikaner auch ambitionierte Vorgaben: Das Projekt will innerhalb der nächsten vier Jahre die Ubuntu Community auf 200 Millionen Anwender erweitern. Aktuell soll Ubuntu weltweit bei rund 12 Millionen Anwendern liegen. Es müssen “Herzen und Köpfe” der breiten Masse angesprochen und gewonnen werden, um dieses Ziel zu erreichen. Man wolle somit nicht nur Softwareentwickler und IT Leute ansprechen, sondern sich für normale Anwender öffnen. Shuttleworth sieht hierfür den Schlüssel in den einzelnen Teams von Canonical zu sehen, denn diese müssen künftig klare Richtungen für die Entwickler vorgeben.
Neue Features müssen her
Apple konnte mit Time Machine punkten. Microsoft will History Vault im nächsten Windows Betriebssystem ebenfalls ein einfaches Backup-Programm ausliefern. So wurde für Ubuntu als vergleichbare Backup-Lösung Deja Dup vorgeschlagen. Ubuntu fehlt bislang ein solches Backup-Programm, andere Distributionen wie etwa Fedora setzen bereits auf entsprechende Lösungen. Eine Entscheidung, ob Deja Dup künftig Bestandteil von Ubuntu werden wird oder vielleicht sogar schon bei Ubuntu 11.10 dabei sein wird, ist noch nicht gefallen.
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