Der weltgrößte Computerhersteller Hewlett Packard (HP) revidiert seine im Sommer getroffene Entscheidung, die Produktion von Computern entweder auszulagern oder ganz zu verkaufen. HP wird auch in Zukunft PCs und Notebooks herstellen und verkaufen. Die einstigen Pläne sind somit vom Tisch, die Personal System Group (PSG) bleibt bei HP.
HP begründet den Sinneswandel mit Verweis auf die Kostennote. Während man zu Zeiten der Bekanntgabe der eventuellen Trennung von Kosten in Höhe von 300 Millionen US-Dollar bis 400 Millionen US-Dollar ausging, beziffern sich diese nun bei einmaligen Ausgaben von 1,5 Milliarden US-Dollar, sagte HP-Finanzchefin Cathie Lesjak. Weitere Kosten von 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr würden durch eine reduzierte Kaufkraft und dem Fehlen von gemeinsamen Vermarktungsmöglichkeiten der Produkte entstehen.
Für die Kunden und Investoren sei die integrierte Lösung die Beste. HP ist der größte PC-Hersteller weltweit, allerdings sind die Margen beim Hardwareverkauft mittlerweile relativ niedrig. Es gibt Gerüchte, daß HP künftig wieder in den Tablet-Markt einsteigt, aber dabei wird es sich um ein Windows-8-Tablet handeln und nicht mehr um WebOS Tablets wie seinerzeit das Touchpad.
Die Zukunft der mit den Kauf von Palm übernommenen Software WebOS ist weiterhin ungewiß. An dem Betriebssystem wird kaum noch gearbeitet. Mehrere hunderte Mitarbeiter, die einst von Palm mit zu HP gingen, wurden mittlerweile entlassen und auch die Palm Stores sind dicht. Auch widmen sich Entwickler von Apps zunehmend anderen Plattformen, die lukrativer sind.
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