Ein US Sicherheitsunternehmen hat ein Botnetz entdeckt, dem über 74.000 Rechner in knapp 200 Ländern angehören. Die infizierten Computer stehen in Großunternehmen und Regierungsbehörden. Über die Malware hätten die Urheber auch Zugang zu Profilen in sozialen Netzwerken und Bankdaten sowie vertrauliche Firmendokumente ausspähen können.
Während einer Routinekontrolle wurde das Botnetz Ende Januar 2010 von dem Firma Netwitness. Deren Techniker entdeckten bei der Überprüfung der Computersysteme eines Kunden einen infizierten Rechner. Darüber seien sie einem Botnetz, das aus über 74.000 Computern besteht, auf die Spur gekommen. Nach Eigenaussage konnten die Sicherheitsexperten von Netwitness über 74 Gigabyte an gestohlenen Daten zur Analyse sammeln.
Bereits 2008 hätten die Täter aus China und Osteuropa mit dem Aufbau ihres Botnetzes begonnen. Dazu wurden Mitarbeiter von Unternehmen und Behörden dazu gebracht, mit Malware präparierte Webseiten zu besuchen, auf E-Mail Anhänge oder Werbebanner zu klicken. So konnten Sie die Botnetsoftware Zeugs auf die Computer schmuggeln. Zeus ist nach wie vor eine der meist eingesetzten Botnetzs-Software.
Das Botnetz ist noch immer aktiv und unter Kontrolle seiner Urheber. Alleine im letzten Monat seien die infizierten Rechner gut ein halbes Dutzend Mal auf neue Arten von Daten angesetzt worden. Nach Eigenangabe hat Netwitness das FBI sowie die betroffenen Unternehmen informiert.
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