Nach der Vorstellung des kommenden iPhone 4 arbeitet Apple mit Hochdruck an der Vorbereitung des Marktstarts. Neben einem deutlichen Signal, daß Apple das iPhone 4 erst in den Ländern auf den Markt bringt, in denen Exklusivabkommen noch existieren, werden ein paar Wochen später auch weitere Ländern zum Zuge kommen. Das Onlinemagazin Digitimes möchte erfahren haben, daß Apple im ersten Verkaufsquartal des iPhone 4 eine Stückzahl von 9 Millionen produzieren läßt. Weiter führt Digitimes aus, daß die Produktion im Mai begonnen hat.
Spulen wir ein Jahr zurück. Als das iPhone 3GS auf den Markt gekommen ist, ließ Apple im ersten Verkaufsquartal, also in den ersten drei Monaten, rund 7,4 Millionen Geräte vom Band rollen. Sollte die Stückzahl von 9 Millionen Geräten für das iPhone 4 stimmen, wäre dies eine deutliche Steigerung in der Produktion. Von der Hand zu weisen ist dies jedoch nicht. Apple hat genug Erfahrung darin gesammelt, daß Neuprodukte höhere Nachfrage erzeugten, als die Produktion hergab. Dies war beim iPhone 3G, beim iPhone 3GS und auch beim iPad so. Somit ist es durchaus nachvollziehbar, wenn Apple hier nun mehr Geräte produzieren läßt. Wir dürfen gespannt sein, wie die ersten drei Monate im iPhone 4 – Produktzyklus ausfallen werden.
Kontrolliert Apple den Absatzmarkt?
Wie bereits dargelegt, erzielen neue Produkte aus Cupertino hohes Kaufinteresse und daraus resultiert eine große Nachfrage. In Anbetracht der prächtigen Absatzzahlen von iPhones darf auch für das iPhone 4 ein enormes Kaufinteresse unterstellt werden. Doch neben den Exklusivpartnern, die von Apple zuerst bedient werden, wird das iPhone auch in vielen weiteren Ländern von mehreren Anbietern vertrieben und in den Ländern mit Exklusivpartnern wird das iPhone von freien Händlern auch als Importware ohne Vertrag und ohne Netlock angeboten. Dies ist, gepaart mit dem hochperfektionierten Marketing von Apple, Garant für einen umsatzträchtigen Verkaufsstart des iPhone 4. Doch wenn Apple es nun tatsächlich schaffen sollte, mehr Geräte zu produzieren, als nachgefragt und verkauft werden können, verliert das Produkt seinen Status als stark nachgefragtes und begehrtes Objekt. Die Kontrolle über den Absatz und somit die Verknappung der Liefermenge ist jedoch einer der prägenden und thematischen Aspekte in der Absatzpolitik von Apple, die mit einem Höchstmaß verstandesmäßiger Anstrengung aufgebaut wird. Es darf also trotz gesteigerter Produktionsmenge nicht zwingend davon ausgegangen werden, daß der Marktstart des iPhone 4 ohne Wartezeiten daherkommt, sollte sich das Gerücht von Digitimes bewahrheiten.
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